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Der Töpfer oder Hafner - Arbeit und Leben der ländlichen Handwerker des Mostviertels in früheren Zeiten

Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten Nr. 188 - 1. Dezember 1987 - 16. Jahrgang Arbeit und Leben der ländlichen Handwerker des Mostviertels in früheren Zeiten (von Anton Distelberger, Mostviertler Bauernmuseum) 10. Der Töpfer oder Hafner  Hafner (der Name hat denselben Wortstamm wie "Häferl") gab es in späteren Jahrhunderten nicht in allzu großer Zahl; sie konnten ein viel größeres Gebiet betreuen als etwa ein Fassbinder und waren insofern wesentlich weiter verstreut. Im Großraum Amstetten sind zuletzt drei Hafner nachzuweisen, und zwar der Fuchsberger in Wolfsbach, der Glaser in Zeillern und der Karnholz in Neustadtl - Zwischenthann. Haag war bereits im 16. Jahrhundert eines der bedeutendsten Hafnerzentren in ganz Niederösterreich und hatte vor allem für den angrenzenden oberösterreichischen Raum große Bedeutung. (Als hervorragende Meister werden in Haag beispielsweise Lazarus Loindl im Jahr 1580 und Leonhart Huebner 15...

Historische Seuchen, Krankheiten, Epidemien

Darstellung der Brechruhr-Epidemie in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien, wie auch auf dem flachen Lande in Oesterreich unter der Enns 1831/1832 http://books.google.de/books?id=ZJA_AAAAcAAJ Pestepidemien im Europa der Frühen Neuzeit http://kulturwissenschaften.academia.edu/FranzMauelshagen/Papers/1078547/Pestepidemien_im_Europa_der_Fruhen_Neuzeit

Von der Kranzer-Mühle zur Shopping City

Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten Nr. 325 - 1. November 1997 - 22. Jahrgang Von der Kranzer-Mühle zur Shopping City von Hans Bruckner Im September 1991 wurde die SCA - die Shopping City Amstetten - eröffnet und dies sollte Grund genug sein, das jahrhundertelange Geschehen auf dem Areal an der Wörth- und Waidhofner Straße zwischen Mühlbach und Bahndamm - heute inmitten des pulsierenden Lebens der Stadt Amstetten - einer kleinen geschichtlichen Betrachtung zu unterziehen. Denn schon vor 300 Jahren begann hier auf der "Inneren Wieden" - so wurde dieses Gebiet außerhalb des Marktes Amstetten bezeichnet -eine überaus interessante und wechselvolle Geschichte von Handel, Gewerbe und Gastro­nomie. Wohl kaum ein anderer Teil Amstettens hat in der Vergangenheit. so einschneidende Veränderungen erfahren wie dieser. Zur Zeit des zweiten Türkensturms (1683) stand „auf der Wieden", die Teil des Seisenegger Herr­schaftsbesitzes ...

Das Schicksal der Amstettner Juden

Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten Nr. 203 - 15. November 1988 - 17. Jahrgang Das Schicksal der Amstettner Juden (Josef Freihammer) Die Gründung einer israelitischen Kultusgemeinde Amstetten erfolgte 1881. Die Rabbinerstelle war bis 1922 laufend besetzt, ab 1922 wurde die is­raelitische Kultusgemeinde Amstetten durch einen Stellvertreter in St. Pölten betreut, dann durch die Matrikelführer mit Sitz in Kemmelbach und Purgstall an der Erlauf. Ein Betraum befand sich an­fangs in der "Sommervilla" (Besitz der jüdischen Kaufmannsfamilie Sommer, jetzt Hamerlingstraße 6), später im Hause Ardaggerstraße 8 (damals Be­sitz des jüdischen Kaufmannes Schmitz aus Oed, heute Haus Funke). Dieser Betraum wurde bei den Ausschreitungen in der sogenannten "Reichskristallnacht" vom 9. zum 10. November 1938 in Brand gesteckt und verwüstet. Der Bau einer Synagoge war an der Ecke Eggersdorferstraße-Graben geplant, kam aber infolge der na...

Hausmühlen im Mostviertel

Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten Nr. 204 - 1. Dezember 1988 - 17. Jahrgang Hausmühlen im Mostviertel (Johann Hintermayr) Das einst sehr weit verbreitete Volkslied "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp …“ ruft uns nicht nur die ehemalige Müllerromantik ins Bewusstsein, sondern erinnert uns an einen wichtigen bäuerlichen Berufszweig, der eine besondere Rolle im Leben der Bauern früherer Jahrhunderte spielte. Viele Dichter und Komponisten haben die Tätigkeit des Müllers und den Betrieb der Mühlen beschrieben und besungen. Auch die Maler haben mit Vorliebe die verschiedenen Mühlen als Motive herangezogen. Selbst in mehreren Sagen und Märchen begegnet man aufschlussreichen Aufzeichnungen über die Lebensgewohnheiten dieses Berufsstandes. Analog dem Beginn der Getreidewirtschaft entstanden sehr primitive Mühlengeräte für den Hausgebraucht. Das Stampfen und Reiben wurde abgelöst von den Handmühlen. Die aus dem M...